Um es kurz zu machen, das Wetter ist weiterhin schlecht und in den nächsten acht Tagen wird sich nichts ändern. Kalt, regnerisch und ab morgen für drei Tage wieder stürmisch. Abends mal schön irgendwo in einem Restaurant zum Essen draußen sitzen, kann man vergessen, bei 15 Grad und Wind macht das keinen Spaß. Puerto Calero ist abends normalerweise ein Ort, an dem Touristen schön gedressed an der Promenade lang schlendern, seit Tagen ist alles halb verwaist. Der zweimal wöchentlich stattfindende Wochenmarkt findet entweder garnicht oder nur mit ein paar tapferen Ausstellern statt.




Cornelias Husten hat sich bei dem Mistwetter weiter manifestiert und trägt ebenfalls nicht zur Stimmungsaufhellung bei. Ich frage mich ja, wie es geht, dass das Wetter in Deutschland so schön und hier so schlecht ist, obwohl die Kanaren 22 Breitengrade weiter südlich liegen. Und nicht nur Deutschland, sondern auch der gesamte Mittelmeerraum profitiert von einer Wetterlage, die dieses warme, sonnige und frühlingshafte Wettermodell begünstigt. Nur der Atlantik hat hier das Nachsehen. Tiefdruckgebiet reiht sich an Tiefdruckgebiet, und kalte nördliche Luftströmungen vermiesen uns hier das eigentlich übliche warme Wetter. Von uns aus kann hier alles grünen oder blühen, wie es will, wir würden ein warmes und trockenes Lanzarote in den üblichen Brauntönen bevorzugen. Wenn wir das Kopfkino anschalten, buchen wir schon unsere Rückflüge in den warmen und sonnigen Norden, verkehrte Welt!
Weniger weit als gedacht, wegen – ich weiß es nicht – ist leider auch der Geräteträger für die neuen Solarpaneele. Das Grundgerüst ist schon seit zwei Wochen geschweißt, die Stützen sind noch nicht angefertigt und der Anstrich ist noch nicht erfolgt.


Im April wollen wir los segeln, egal ob das Ding bis dahin fertiginstalliert ist oder nicht Zur Not klebe ich ein paar Solarzellen aufs Biminidach und schließe die an die Aussensteckdose an.
Heute habe ich damit begonnen, die Rümpfe unter Wasser mal wieder zu reinigen. Trotz 17 Grad Wassertemperatur merkt man, dass der Frühling zumindest unter Wasser angekommen ist, der Bewuchsdruck gegenüber den Wintermonaten steigt. In anderthalb Stunden habe ich gerade mal einen halben Rumpf gereinigt und das Coppercoat neu angeschliffen. Algen, rote Flechten und grasähnliche schleimige Fäden haben sich am Rumpf angeheftet. Das bedeutet, dass ich in den nächsten drei Tagen ebenfalls einige Zeit im kühlen Nass verbringen werde.


Ansonsten unterstützt Cornelia, zusammen mit anderen engagierten Frauen, eine Freundin von uns, die leider einen Schlaganfall hatte. Behördengänge, Dinge des täglichen Bedarfs, gemeinsamer Zeitvertreib und allgemeine Hilfestellungen stehen dabei im Vordergrund. So ein Schlaganfall reißt die Betroffenen von einem Moment auf den anderen aus dem normalen Leben raus, wir hoffen auf Besserung. In wenigen Tagen wird sich hoffentlich rausstellen, welche Institution auf Lanzarote weitere ambulante Hilfestellungen für unsere Freundin anbieten kann.
Zu guter Letzt….
Heute haben wir uns dann zusammen mit Horst und Evelyn Sahnetörtchen und Kuchenstücke einverleibt. Gekauft beim deutschen Bäcker in Tahiche, versüßen solche gehaltvolle Leckereien den Tag und lenken vom Negativwetter ab. Egal, dass es das reinste Hüftgold ist!
























































































